Der erste Amp hört auf den klangvollen Namen Gratifier
und das deutet schon auf den oben genannten Rectifier von Mesa Boogie
hin. Wie im Original hat auch das Replikat 4 Kanäle Clean, Raw, Vintage
und Modern. Vom warmen clean Sound bis hin zu sattem röhrenverzerten
Sound ist hier alles möglich. Wer auf das volle Brett steht ist mit
dieser Simulation mehr als gut bedient, aber auch jazzige Klänge
klingen warm und dick. Zu bieten hat der Getifier jeweils einen
Master, Gain, Bass, Mid, Treble und Presence Regler mit denen man
wunderbar in den Sound eingreifen kann. Etwas versteckt und mit etwas
zu kleiner Schrift gibt es dann noch jeweils einen Variac, SAG,
Responce und BIAS Regler und einen Power Supply Schalter, doch hierzu
später mehr. Der Getifier eignet sich für Metal aber genauso gut für
Jazz. Durch seine vier Kanäle ist er der variabelste Amp des Gutiar
Rigs. Das ist wie im richtigen Leben: Auch da gehört der Rectifier zu
den variabelsten Klangkünstlern überhaupt.
Soundbeispiel
Der zweite Amp ist der Twang Reverb,
angelehnt an den Fender Twin Blackface. Der Twang Reverb hat einen
Clean-Kanal und eignet sich hervorragend für Gitarrensounds wie sie auf
dem Pulp Fiction-Soundtrack tönen. Er hat Regler für Volume, Treble,
Mid, Bass, Reverb, Vibrato Speed und Vibrato Intensity. Er bietet
weiterhin die drei Schalter Bright, Reverb On und Vibrato On. Auf der
„Rückseite" befinden sich dann noch die Regler Variac, SAG, Rev Time,
Rev Size, Response und Bias. Die Einstellmöglichkeiten gehen von
der etwas mumpfig klingenden, cleanen Gitarre über einen schönen klaren
Clean-Sound bis hin zu leicht angezerrten Klängen. Durch den Bright
Schalter kann man Obertöne hinzuschalten die Gitarre etwas spitzer
klingen lassen. Das Reverb selbst kann von einem kleinen Raum bis hin
zu einem sehr lang klingenden Reverb eingestellt werden. Auch die
Simulation des Vibratos steht dem Original in nichts nach. Eignen tut
sich diese Ampsimulation für Rock, Blues und Jazz aber auch für
balladesk angehauchte Songs – vor allem interessant für unsere Freunde
der „Casting-Generation".
Soundbeispiel
Der dritte im Bunde ist der Plexi
eine Marshall JMP50 Emulation. Der Amp hat zwei Kanäle einen Bright und
einen Warm Channel. Man kann beide Kanäle miteinander mischen um eine
Mischung aus Bright und Warm zu erhalten. Dann gibt es die Marshall
üblichen Regler Bass, Mid, Treble und Presence und auf der Rückseite
Power Suply, Variac, Response und Bias. Der Volume Regler ist
gleichzeitig auch der Gain Regler. Je mehr man ihn aufdreht desto
verzerrter wird der Sound. Dieser Amp ist die Idealbesetzung für Blues,
Rock, BritPop und 70er-Sounds. Er hat den typischen Marshall-Biss im
Bright-Kanal und verleiht so jeder Gitarre im Arrangement das nötige
Durchsetzungsvermögen. Er erzeugt allerdings auch einen wunderbar
warmen Overdrive-Sound, wenn man ihn mit dem Warm-Kanal arbeitet. Der
Amp liefert die typischen warmen clean Gitarren wofür wir Marshall ja
so lieben. Er steht dem Echten in nichts nach.
Soundbeispiel
Der letzte Amp heißt AC Box
und ist eine Simulation des legendären Vox Amps. Die Simulation hat
zwei Kanäle. Wie im Original Vox hat Kanal eins keine
Klangeinstellungsmöglichkeiten, Treble und Bass haben hier keine
Funktion. Im zweiten kann man mit den Reglern Treble, Bass und einem
Tone Cut den Klang beeinflussen. Zusätzlich hat die AC Box noch einen
Tremolo-Bereich in dem man Geschwindigkeit (Speed) und Tiefe (Depth)
des Tremolo einstellen kann. Die AC Box ist ein echter
Popmusik-Allrounder und bietet sich für jegliche Couleur der
Populärmusik an. Aber auch rockige Klänge sind dem Guten zu entlocken.
Wenn man das Tremolo voll aufreißt kann man dem Amp fast hawaiianische
Klänge entlocken.
Soundbeispiel
Bei
allen vier Amps hat man die Möglichkeit direkt in die Stromversorgung
einzugreifen, was im realen Leben nur unter Einsatz des eigenen Lebens
möglich wäre. Die oben erwähnten Regler Variac, SAG, Response und Bias
sind hierfür zuständig. Dadurch kann man kleinste Nuancen des Sounds
verändern.