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12 May, 18:50
Overkill Live

Zufall:

Hartklang III 07.Mai
Test: Native Instruments Guitar Rig PDF Drucken E-Mail
Freitag, 29 Oktober 2004

Die Effekte

Soweit eine reife Leistung, Hut ab. Doch das ist nur der Anfang. Jetzt geht's erst richtig los: Kommen wir zur Tretmienen bzw. 19" Sektion der Software – hier wartet noch die ein oder andere handfeste Überraschung. Als erstes haben wir die Effekte einzeln getestet ohne sie mit Amps und anderen Effekten zu kombinieren. Da der eigentliche Spaß der Software die Kombination vieler Komponenten ist, hier nur mal eben alle Effekte im Schnelldurchlauf und die Distortions etwas genauer:

Lass' krachen - Sam

Skreamer
Der erste Effekt im Paket ist der Skreamer. Ein Overdrive Effekt welcher der Gitarre schöne, warme Verzerrungen entlockt. Der Skreamer ist dank seiner nur drei Regler Volume, Tone und Drive leicht zu bedienen. Wenn man die kleine Plus Taste auf der rechten Seite des Effektes drückt, klappen noch mal drei Regler auf, mit diesen kann man noch direkt in die Klangfarbe eingreifen. Zum einen kann man den Bass- und den Bright-Anteil einstellen und dem Signal noch das ursprüngliche, cleane Signal der Gitarre hinzumischen. So ganz nackt eignet sich der Skreamer für warme Solis oder für rockige Rhythmusgitarre. Zak Wilde hätte seine Freude an ihm.

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Soundbeispiel

Distortion
Effekt Nummer zwei heißt schlicht Distortion. Irgendwie hatten wir den Eindruck das der ein oder andere von uns diese Gerät schon vor Urzeiten bei sich im Proberaum malträtiert hat. Und was soll man sagen das Ding hat Biss. Der Distortion, der vorbildlich in Boss-Orange daherkommt, hat wie der Screamer auch 3 + 3 Regler: Volume, Tone und Distortion, zusätzlich Bass, Mid und Treble. Somit hat er mehr Eingriffsmöglichkeiten wie das Original von Boss der nur über die drei Standart Regler verfügte. Doch der Distortion brät genauso wie das Original und eignet sich somit hervorragend für Musik der etwas härteren Gangart. Allerdings eignet er sich genauso gut leicht angezerrte Sounds. Im Vergleich zum Skreamer klingt er um einiges giftiger und man muss ihn im Mix wohl ein bisschen bändigen.

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Soundbeispiel

Treble Booster
Das dritte Distorion-Pedal ist der Treble Booster. Den Treble Booster muss man in Kombination mit einem Amp testen sonst macht das wenig Sinn. Wieso? Eigentlich pushed der Treble Booster nur den Amp und lockt so aus diesem, wie es Native Instruments in der Beschreibung so schön ausdrückt: „crispy and creamy distortion". Das ist schon wieder wie im richtigen Leben: Wenn man beispielsweise nur den Gain des Amps aufreist hat man oftmals eine gute aber recht dröge Verzerrung. Doch schnappt man sich den Booster und klemmt ihn hinter die Gitarre und vor oder nach den Amp, fängt die ganze Sache richtig zu klingen oder zu drücken an – je nachdem was man lieber mag. Am besten ihr hört unseren vorher-nachher-Vergleich - der sagt mehr als tausend Worte.
Viele berühmte Gitarristen verwenden diese Technik um ihrem Gitarrensound den nötigen Druck zu verleihen. Was man mit zwei kleinen Reglern alles erreichen kann ;)

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Soundbeispiel (vorher <-> nachher)

Weitere Effekte
Auf die anderen Effekte werden wir nicht weiter eingehen da diese bekannt sein dürften. Deshalb hier nur eine kurze Auflistung aller Effekte:

  • Modulation:
    • Tremolo
    • Stoned Phaser
    • Chorus / Flanger
    • Ensamble
    • Rotator
    • Octaver
  • Filter
    • WahWah
    • TalkWah
    • Shelving Equalizer
    • Parametrischer Equalizer
    • Grafischer Equalizer
  • Volume
    • Volume adjusting pedal
    • Limiter
    • NoiseGate
    • Compressor
  • Andere
    • Quad Delay
    • Spring Reverb
    • Studio Reverb
    • Psychedelay
    • Pitch Pedal
    • Split

Kurz noch etwas zum Split. Mit diesem „Effekt" kann man den Signalweg aufsplitten und so der Mono-Gitarre ein Stereosignal entlocken. Der Splitter hat zwei getrennte Kanalwege in die man ein beliebiges Amp Effekt Setup einbauen kann. Noch ein Goodie: Natürlich kann man die Effekte des Guitar Rig im PlugIn-Betrieb auch für andere Instrumente oder Vocals nutzen. Ein weiterer Vorteil der Software. Im folgenden ein Beispiel für Drums.

Soundbeispiel

Zusätzlich bietet Guitar Rig einige feste Rack-Komponenten. Zum Beispiel zwei Tapedecks mit denen man Samples abspielen, und aufnehmen kann. Zudem gibt es diverse Regler wie Transpose, Tune und Tempo mit denen man das Sample bearbeiten kann.
Ein Tuner ist ebenso in das Rack gebaut, so kann der Gitarrist während seines Spiels schnell mal die Gitarre nachstimmen – ohne lästiges Umstecken.
Zu guter letzt gibt es noch ein Metronom fürs gerade Spiel.


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