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Report: Die Musikmesse Frankfurt 2004 |
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Montag, 05 April 2004 |
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Seite 11 von 11 Unter ferner liefen
Es gab noch einige weitere kleine Produkterneuerungen von diversen
Firmen. Prosoniq stellt Nummer 3 des Orange Vocoder vor, der einen
Phoneme-basierten Synthie enthält. Creamware hat nach überstandener
Insolvenz ein Update der Scope Platform auf 4 an den Start gebracht.
Von SPL gab es den Goldmike 2 und Mixdream, einen
Psychoakustik-Prozessor um das Signal in der Summe aufzupolieren. Ein
kurzer Test bestätigte dies: Egal was man durch die SPLs durchjagte, am
Ausgang klang es immer besser. Die Soundkartentüftler von Terratec
stellte ein Firewire Audiointerface (Phase 24) vor. Zu guter
Letzt bleibt noch zu sagen: Es war wenig los, erst recht, da ja der
Besuchersonntag fehlte. Es waren wenige Händler am Start und die Hallen
wirkten leerer als in den Vorjahren. Insgesamt wurde zu wenig
Interaktion geboten, zwar konnte man die Geräte antesten, aber das war
es dann meist auch schon. Obwohl manchmal doch so wenig reicht: Ein
Percussion-Hersteller hat einfach eine Snare aufgestellt und gemessen
wer in einer Minute die meisten Schläge hinkriegt oder am häufigsten
das Fell geprügelt hat. Die Leute standen Schlange und die Stimmung war
besser als bei vielen anderen Ständen die wesentlich interessantere
Produkte präsentierten. Das Design der Stände war sehr trist
und kaum etwas hob sich aus der Menge hervor. Auch hier machten es die
Kleinen vor. Doepfer der Kult-Modular-Synthi-Hersteller hatte einen
winzigen Stand, dieser war trotz des schlichten und trotzdem schrägen
Designs vollgestopft mit Interaktion. Die Wände waren voll mit Modulen,
hier konnten die Besucher schrauben und stecken bis der Arzt kommt.
überall wummerte und rummste es. Der Clou: Alle Geräte waren
miteinander synchronisiert, so dass es trotz wilder Schraubereien
richtig schön groovte. Auch der Tanoy-Stand stach aus der Menge hervor.
Vor einigen Jahren hatte die Musikmesse einen Kultstatus - jeder musste
und wollte hin. Diesen Kultstatus hat die Messe in Frankfurt inzwischen
leider verloren. Was neue Produkte angeht bleiben meist nur noch die
Krümelchen der NAMM übrig. Es wäre allerdings nicht schwer, die Messe
wieder aufblühen zu lassen. Es liegt hauptsächlich an den Herstellern
und dem was sie bieten. Ob die Streichung des
Besuchersonntages das richtige Signal wagen wir zu bezweifeln. Wir
werden sehen in welche Richtung der Trend im nächsten Jahr geht, denn
bis dahin kann und wird hoffentlich noch viel passieren. Bis dahin wünschen euch Mr. Clever und Dr. Music gut Ton und viel Erfolg!
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