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Workshop: Vinyl & Tapes digitalisieren, Teil 1: Hardware & Tuning |
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Donnerstag, 10 März 2005 |
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Seite 1 von 3 Wer hat sie nicht: Alte Platten oder Kassetten, die im Regal oder Keller einem ungewissen Schicksal entgegen sehen? Da heutzutage eigentlich jeder einen Computer hat, bietet es sich an, die analogen Schätze mit ihm zu digitalisieren. Ob dabei was Ordentliches raus kommt, hängt extrem von dem verwendeten Equipment ab. Alles was man über Audio-Hardware und deren Tuning für bestmögliche Aufnahmen wissen muss, lest ihr in dem folgenden Workshop.
Der Autor wünscht also viel Spaß beim Nachmachen und Andersmachen und freut sich über jede Anregung, Kritik oder Lob. All dies erreicht mich per E-Mail: florian@clever-music.com.
Die Aufnahmegeräte Um Musik zu restaurieren muss die Audio-Hardware so gut wie irgend möglich sein. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall den bestmöglichen Plattenspieler, Kassettenrecorder und natürlich die bestmöglich Soundkarte, die sich organisieren lässt, für die anstehende Aufgabe zu verwenden. Da die Bearbeitung auch an einem anderen Rechner erfolgen kann, als an dem an dem aufgenommen wurde, lohnt es sich im Zweifel einem Freund mit entsprechenden Equipment und einem Kasten Bier zu besuchen. Denn das Endergebnis gehorcht dem GiGo-Prinzip. GiGo steht für Garbage-in, Garbage-out, was soviel heißt wie Müll rein, Müll raus. Das soll heißen: Wenn das was reinkommt nix taugt, taugt auch das Ergebnis nichts.
Die Soundkarte Für die Digitalisierung der Musik dienen die Digital-Analog-Wandler der Soundkarte oder eines externen Wandlers wie z.B. dem Yamaha i88x.
Je besser diese sind, desto besser das Ergebnis. Entgegen unter Laien weit verbreiteter Annahmen, gibt es beim Digitalisieren massive Qualitätsunterschiede. Studioprofis geben nicht umsonst Tausende Euro für gute Wandler aus. Es gibt viele gute und empfehlenswerte Soundkarten, das Problem ist ein anderes: Schlechte Soundkarten gibt es noch viel mehr. Ungeeignet sind in aller Regel so genante „On-Board-Sound-Chips". Also auf dem Mainboard integrierte Soundkarten, die meist dazu dienen, die Plastikbrüllwürfel neben dem Monitor zu befeuern. Jene haben meist lausige Wandler. Aus eigener Erfahrung kann ich drei Terratec-Karten wärmstens empfehlen: Die EWX 24/96 (Auslaufmodell), die Phase 22 und die Phase 28.
 Alle lösen bis zu 96khz/24bit auf, haben exzellente Störabstände um 100 dB und gute Treiber. Aber das ist keine Empfehlung sofort blind diese Karten zu kaufen - wie gesagt es gibt sicher noch etliche andere gute und auch bessere Karten. Nicht überzeugen konnten mich Creative-Karten. Aber die Platinum habe ich nie gehört, vielleicht ist diese ja um Längen besser als andere aus diesem Hause. Wenn eine Karte verdächtig viel für verdächtig wenig Geld kann (Phonovorstufe, Mikrofonmischer, 8-Kanal etc. für 80 Euro), dann sollte die gesunde Skepsis einsetzen: Hier wurde irgendwo gespart, und das meist bei den so wichtigen Wandlern.
Wenn es nur Stereo-Aufnahmen sein sollen, ist eine Zweikanal-Karte wie die EWX 24/96 völlig ausreichend: Vergoldete analoge Chinch-Eingänge und ein koaxialer Digitaleingang sowie hervorragende Wandler sprechen für sich. Die Phase-Karten haben als 6,35 mm Klinkenbuchsen ausgeführte symmetrische Ein- und Ausgänge. Auch ein Wort. Erfreulich: Für soviel Sound muss man kein Vermögen anlegen: 100 bis 200 Euro genügen um eine Karte mit sehr ordentlichen Wandlern zu erstehen.
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