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Demokritik: Draist Avagnon – Frog You |
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Samstag, 02 Juli 2005 |
Aus Leipzig kommen die Jungs und das Mädel von Draist Avagnon deren neue CD gerade in meinem CD Spieler läuft. Seit 1999 haben sie sich der Musik der härteren Gangart verschrieben. Der Titel der CD, Frog You!, ist sehr gelungen, da er schön ironisch auf das F*** You der ganzen amerikanischen Nu Metal Bands abzielt. Wer erinnert sich nicht gerne daran, schreit ein Sänger ins Publikum „you are all Motherf**er’s“ und alle jubeln. Acht Titel umfasst das Werk und für sieben Euro ist die CD erhältlich, ein fairer Deal würde ich sagen. Nun, zum wesentlichen: der Musik! Vergleichen könnte man die Musik mit alten Panthera Scheiben nur dass die Scheibe von Draist Avagnon Rock’n’Rolliger rüberkommt und nicht so durchproduziert ist wie alte Panthera oder moderne Nu Metal Scheiben. Die Produktion: Für ein Demo ausreichend, mithalten mit modernen Metal Produktionen kann die Produktion allerdings nicht. Der oder die Mischer hätten sich etwas mehr mühe geben können, vor allem bei dem zu sehr nach getriggert klingenden Schlagzeug. Es fehlt dem Schlagzeug der Druck. Die Snare beispielsweiße plöbbt einfach so vor sich hin und der Knalleffekt fehlt. Dafür können die Musiker allerdings nichts, es ist ja nicht ihre Aufgabe den Sound fett zu machen. Eine weitere schwäche der Scheibe ist das Timing der Band. Schon im ersten Song merkt man schnell dass die Musiker nicht allzu tight spielen. Das ist sehr schade, da die vom Ansatz gut gedachten Songs oft im unsynchronen Gitarrenchaos untergehen. Der Bassist spielt fast immer einfach die Gitarrenriffs mit, was den Sound nicht gerade luftiger macht. Aber das ist insofern ok, als das im Metal schon seit den 80ern, mit wenigen Ausnahmen, leider eine gängige Spielmethodik ist. Der Sänger hat eine sehr eigenständige Stimme, sie sticht heraus und ist wirklich vielversprechend. Allerdings kann ich mir auch hier etwas Kritik nicht verkneifen, denn um so ruhiger der Gesang wird umso weiter entfernt sich der Sänger von der Note die er eigentlich hätte singen sollen. Genauer gesagt, er sing in den Balladen und ruhigen Parts der Platte immer eine Nuance unter der Notenlinie. Bei den harten Parts allerdings schiebt seine Stimme sehr schön. Die CD ist eher ein durchwachsenes Werk, geeignet für Fans der Band und für hartgesottene Metalfans, die gerne eine unbekannte Band unterstützen möchten. Ich denke Draist Avagnon brauchen noch ein zwei Jahre und dringend einen guten Produzenten, der das Potential das in der Band zu erkennen ist, herauskitzeln kann, um dann ein gutes Album abzuliefern.
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